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Es ist angerichtet!

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Es gibt eine Zeit im Jahr, da rücken der investierte Schweiß und die Strapazen der vergangenen Monate in den Hintergrund: Das Stanley Cup Finale der IHL im Jahr 2017 steht in den Startlöchern. Die Arizona Coyotes um ihren starken GM LeMalkin treffen auf die routinierten Red Wings um IHL Veteran Riechel, ein stärkeres Match-Up wäre wohl kaum denkbar gewesen und krönt für beide Teams eine auch jetzt schon spitzen Saison. Ob man über diese Spielzeit in den beiden Städten auch in zwei Jahren noch spricht, hängt eng mit dem Ausgang dieser letzten Serie zusammen. Denn nur der Sieger sichert sich das Privileg Geschichte zu schreiben und bleibende Eindrücke für seine Franchise zu schaffen.

Als für die Arizona Fans klar war, dass man sich in Kürze in einer letzten Serie mit Lord Stanley auseinandersetzen dürfte, sah man den Menschen die an ihrem Team hängen die Genugtuung an: Zu sehr zehrte man in Vergangenheit von der mageren Kost auf dem Eis, es war ein stetiges Auf und Ab, was sich allerdings selten in der Tabellenmitte abspielte. Es hagelte Niederlagen, GMs kamen und GMs gingen – was fehlte waren allein Erfolg und Konstanz. Bis sich bereits gegen Ende der letzten Saison abzeichnete das GM LeMalkin bei den Wüstenhunden unterschreiben würde. Von jetzt auf gleich mutierte man (bei aller Bescheidenheit des neues GMs) zu einem Cup Contender, ohne den Kader qualitativ erheblich zu verbessern. Doch die jungen Wilden um den Deutschen Tobias Rieder hatten in dieser Spielzeit so ziemlich immer die Nase vorne. Die brutale Qualität ihres GMs peitschte das Team leistungsmäßig nach vorne und spülte es letztlich sogar auf den ersten Platz der IHL Tabelle, hauchdünn vor den ebenfalls starken Rangers um den scheidenden GM Hanson. Spätestens jetzt war jedem klar: Mit Arizona durfte man rechnen, der Weg ins Stanley Cup Finale schien vorgezeichnet und doch bedurfte es harter Arbeit der gesamten Organisation, den Weg zu gehen. Jetzt ist man da, auch wenn man es selber im Vorfeld am wenigsten vermutet hätte. Für die Western Conference legen die Koyoten die Ohren an und nehmen den nächsten und letzten Gegner ins Visier: Die Detroit Red Wings!

Mit bayrischer Gelassenheit kommentierte Riechel gegenüber uns den Einzug ins Finale, immerhin stand er mit seinen Mannen ziemlich genau vor einem Jahr an exakt der gleichen Stelle: Der eisige Hauch der riesigen Trophäe also längst kein ungewohntes Gefühl für den druckerprobten Riechel. Das fairste Team der Liga (nur 230 Strafminuten) hat ziemlich dicke Brocken aus dem Weg geräumt, zuletzt die favorisierten Capitals mit einem 4:1 Serienerfolg aus dem Wettbewerb geworfen. Man lässt sich also von keinem Namen oder Logo auf dem gegnerischen Trikot abschrecken. Man wird auch hier wieder mit einer unfassbaren Gelassenheit sein Spiel durchziehen und sich nicht von Rückständen oder anderen Unwegsamkeiten aus dem Tritt bringen lassen, so zumindest war es bisher. Ob die Abwehr des Wüstenteams, man sagt so staubig wie ein Sack Beton, etwas daran ändert bleibt abzuwarten. Ein Seriensieg ist dem Team um Routiniers wie Zetterberg in jedem Fall zuzutrauen und eines ist sicherlich auch klar: In einem Stanley Cup Finale wird keiner dem anderen die Favoritenrolle zuschieben können, zumindest nicht glaubhaft. Es heißt also: Visiere runter Gentlemen, the stage is yours!

Bis zum 14.06. kann das Finale um den Stanley Cup ausgetragen werden, die Liga ist gespannt wer den Pokal dieses Jahr in die Höhe stemmen wird und sich IHL Champion 2017 nennen darf. In jedem Fall stehen uns die spannendsten Tage des Jahres bevor und wir wünschen den beiden GMs viel Erfolg und eine faire, aber spannende Serie. Alles Gute.