Pens mit Doppelsieg im Battle of PA

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Das Battle of Pennsylvania, es elektrisiert die Massen des Bundesstaates im Osten der USA. Es war wieder soweit – und das gleich doppelt: Zuerst trafen die Penguins im Wells Fargo Center auf die heimischen Flyers aus Philadelphia.

Spiel 1:
Das bisher einzige Aufeinandertreffen gewannen die Penguins Zuhause mit 3:2. Doch heute sollten die Gastgeber aus Philly loslegen wie die Feuerwehr. Mit dem zweiten Angriff ließ es Claude Giroux mit einem mächtigen Handgelenkschuss hinter Keeper Matt Murray einschlagen und sorgte so für einen schnellen Dämpfer bei den Pinguinen. Doch getragen von der Euphorie der wiedererlangten Form spielte man geduldig weiter und ließ sich von dem Rückschlag nicht aus der Form bringen. Relativ zeitnah setzte man sich im Drittel der Gäste fest und konnte Carter Hart einige Male prüfen, doch der Schlussmann zeigte sich unbeeindruckt von der Offensivwelle der Pens. Die Null konnte er dennoch nicht ewig halten: Ziemlich genau zehn Minuten sind rum, die Penguins hatten sich erneut im Angriffsdrittel eingenistet und schossen aus allen Lagen, der zweite Rebound wurde von Zach Aston-Reese erobert, der direkt per Handgelenkschuss aus dem Slot abzieht und den Puck unter die Latte nagelt. Der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient. Nach den Strapazen der ersten Minuten lehnten sich die Pens ein wenig zurück, von Philly kam auch nicht mehr viel, so ging es mit dem Stand von 1:1 in die Pause.
Im Mitteldrittel sollten die Penguins aber ein wahres Offensivfeuerwerk abfackeln. Es waren keine drei Minuten gespielt als plötzlich ein Puck im halblinken Raum der Flyers Zone frei liegt, der genesene Sid Crosby schnappt sich das Spielgerät, lässt außen Sanheim aussteigen und legt lässig in den Rückraum, wo Patrick Horqvist lauert und den Puck zum 2:1 einschiebt. Der Start eines Angriffs-Orkans der Gäste: In Unterzahl vertändeln die Flyers die Scheibe, im Eck schnappt sich Malkin das Spielgerät und legt ungestört in die Mitte, dort lauert wieder Hornqvist und schon wieder geht die rote Lampe an: 3:1! Und jetzt hatte man Blut geleckt. In einer weiteren Strum- und Drangphase verlieren die Flyers die Scheibe im eigenen Slot, Kahun schaltet am schnellsten, schickt Hornqvist und der findet schlussendlich Crosby, der auf 4:1 stellt…die Penguins waren jetzt richtig in Fahrt. Nur 45 Sekunden später erobert der Torschütze das Spielgerät in der Ecke der gegnerischen Zone von Provorov, läuft entlang der Grundlinie auf Hart zu und lässt sich nicht zweimal bitten. Doch damit nicht genug: Die Flyers jetzt sichtlich neben der Spur, erneuter Puckverlust, diesmal in der neutralen Zone. Dominik Kahun langt zu, lässt Ex-Penguins Niskanen, Couturier und Provorov hinter sich und überwindet Hart zum 6:1! Eine Sahne-Vorstellung der Penguins, die bis zum Ende des zweiten Abschnitts nur 5 Schüsse auf Murray zuließen.
Im Schlussabschnitt sollte den Flyers noch der zweite Treffer gelingen. Nach einem Solo zieht Sanheim einfach mal aus dem Slot ab und überwindet den ausgekühlten Murray zum 2:6. Die Penguins versuchten jetzt ein wenig Fahrt rauszunehmen und so passierte bis zur Schlusssirene nichts mehr. Die Penguins stehen damit bei aktuell 6 Siegen in Folge und haben dadurch den bereits verloren geglaubten Anschluss an die Playoffs wieder gefunden.

Spiel 2:
Auch im zweiten Spiel können sich die Penguins durchsetzen, hier aber weiß Gott nicht so dominant. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Die Flyers mit etlichen ungenutzten Chancen, Zerberus Matt Murray mit einer Wahnsinnsleistung. Erst als die Penguins im Schlussabschnitt in Überzahl spielen, wird es gefährlich. Etwas leichtsinnig verlieren die Gäste den Puck und Jared McCann kann entspannt quer durch den Slot auf Malkin an den zweiten Pfosten passen, der mit wenig Mühe einschiebt. In der Folge intensivierten die Flyers Ihre Bemühungen, aber entweder war Matt Murray oder das Gehäuse für die Penguins zur Stelle. Als kurz vor Schluss Carter Hart das Eis verlässt gelingt Patrick Hornqvist noch der Treffer in das verwaiste Gehäuse.

Ein schmeichelhafter Sieg für Pittsburgh, den man in der aktuellen Situation aber gerne mitnimmt. Vor der Brust hat man jetzt die schweren Wochen, mit Spielen gegen Washington und Tampa Bay. Fürs Herz der Penguins Fans war der heutige Sieg aber ein wichtiger, 3:0 führt man diese Saison bisher in den Spielen gegen die Flyers, die bekanntermaßen einen besonderen Stellenwert haben.

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